Die neue Internetgeneration
Diesmal geht es nicht um einen Artikel, sondern um ein kleines Erlebnis auf der Straße, das doch ziemlich den Wandel in der Gesellschaft deutlich macht.
Hinter mir auf der Straße gingen einige Jugendliche, die sich lauthals über diverse Anime unterhielten. Hauptsächlich ging es dabei aber um die Informationen, die auf verschiedenen Webseiten zu dieser Serie stehen oder welche Suchheuristiken man am Besten bei der Recherche anwenden sollte.
Wenn man jetzt an seine eigene Schülerzeit zurück denkt und dann ein solches Gespräch betrachtet, wird einfach wunderbar deutlich, wie sehr das Internet in das alltägliche Leben eingeflossen ist.
Bei Gelegenheit muss ich mir eine Statistik über die momentane Verbreitung von Internetzugängen in Deutschland suchen.
Zusatzeinnahmen für Universitäten
..durch Raummieten von Partnern aus der Wirtschaft.
Bei geschickter Vermarktung könnten alle Hochschulen zusammen bis zu 40 Millionen Euro im Jahr an Raummieten einnehmen, schätzt der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV).
Das sollte man mal im Raum stehen lassen..
Öffentliche Softwareprojekte
Weltweite Untersuchungen zeigen, dass in der Privatwirtschaft ein Drittel aller Software-Projekte scheitert. Im öffentlichen Bereich ist die Misserfolgsquote allerdings besonders hoch.
Nicht nur das Mautprojekt scheiterte, auch andere öffentliche Softwareprojekte scheiterten. Der Artikel geht vor allem auf das Projekt "Fiscus" ein, dass seit 1997 die veralteten Großrechnerverfahren, mit denen die Finanzämter kalkulieren, ersetzen sollte (Die Zeit).
Reporter ohne Grenzen: Internet under Surveillance
Die "Reporter ohne Grenzen" verfassten eine Studie zu dem Thema Informationsfreiheit in 60 verschiedenen Ländern:
This report describes a wide range of circumstances, none of them comparable. Routinely authoritarian regimes and those that may make mistakes (which can be corrected) cannot be lumped together. The report should not be seen as a kind of ranking of regimes by their repression of the Internet, but more as an appeal for vigilance in countries where, as in democracies, it's still possible to exposes abuses and flaws. And also an appeal for solidarity with those who are flagrantly deprived of freedom, such as the 70 or so cyber-dissidents currently in prison around the world.
Es lohnt sich wirklich die Berichte zu den verschiedenen Ländern zu lesen, darunter gehören auch Deutschland, Italien, Frankreich und die Schweiz.
Eine kurze Zusammenfassung liefern unter anderem N24.de und Stern.de.
Wie macht man Weblogs dem Bildleser schmackhaft?
Der aufschlußreiche Focus-"Artikel" brachte mich zu einem neuen reißerischen Thema:
SEX-WEBLOGS: Die schärfsten Erotik-Tagebücher
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bereits nach dieser Gliederung des "Artikels" meine Meinung gebildet hatte:
- Eintrag in ein Sex-Blog - So einfach wie eine E-Mail
- Erotik-Weblogs - Scharfzüngig und ungeschminkt
- Private moments - Intime Phantasien für jedermann
- Frauendomäne Sex-Blogs - Männer sind schockiert
- Sexy Erotik-Galerie - Wörter lassen Bilder entstehen
Sind das die spannende Aspekte, die man der Allgemeinheit bezüglich Weblogs vermitteln möchte? Oder ist es einfach nur der Teil des Internets, den die bildlesende Bevölkerung sehen will? Ich vergaß, auch wenn es vom Niveau einer Bildzeitung ist, so haben wir das Multimediamagazin Tomorrow vor uns.
Frei nach dem Credo: "Sex sells!"
Fleischmarkt und verkappte Werbung
Focus Online berichtet von dem Internetaktionshaus Lovebuy, bei dem
Teilnehmer für gemeinsame Abende, Kino- oder Konzertbesuche, Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten
Personen ihrer Wahl ersteigern können.
Soweit ist es also schon im Ebay Zeitalter gekommen. Focus Online setzt dem ganzen aber noch die Krone auf, in dem sie in einem Absatz (einer von DREI Absätzen) auf ihr kostenloses Singleangebot aufmerksam machen. Diese Eigenwerbung und die Art der Darstellung lassen doch ziemlich an der Seriösität dieser Newsquelle zweifeln.
Werbeblocker für den Fernseher erlaubt
Vom Bundesgerichtshof wurde der Verkauf von sogenannten "Werbeblocker" (Bsp. "Fernsehfee") erlaubt. Diese Geräte blenden die Werbespots aus oder schalten automatisch auf andere Kanäle um. Es hätte mich schwer schockiert, wenn die Privatsender mit ihrer Klage gegen diese Geräte durchgekommen wären, denn dies hätte meiner Meinung nach bedeutet, dass die freie Entscheidung, ob man Werbung sehen will oder nicht, weiter eingeschränkt wird.
Traurig nur, dass für so einen Beschluss 5 Jahre gebraucht werden ..
US-Wahlcomputer
Oft habe ich Artkel zu den amerikanischen Wahlcomputern gelesen, aber dieses Zitat erlange besonders meine Aufmerksamkeit:
Die Zählmaschinen für die Präsidentschaftswahl in den USA sind leichter zu manipulieren als Limonadenautomaten.
Sollte die Sicherheit bei den elektronischen Wahlen wirklich so schlecht sein ..?
Mangelnde Softwareergonomie führt zu “Computerstress”
Der Artikel "Mensch gegen Maschine" aus der Zeit vom 16.09.2004 schildert den Frust des Menschen mit dem Computer, insbesondere auf der Arbeit.
Experten misshandeln ihre Rechner öfter als Otto Normalnutzer
Ein interessantes Zitat aus dem Artikel. Leider wird aber erst am Ende des Artikels auf das eigentliche Problem des "Computerfrustes" eingegangen: Die mangelnde Softwareergonomie.
Was also dagegen tun? Die Zeit rät dazu:
Die Bundesanstalt hofft auf die Macht der Anwender: »Wir sind nicht in den goldenen Zeiten, in denen wir als Behörde von den Unternehmen Zugeständnisse einfordern können, also muss da mehr Druck von unten kommen, um die Vorstände zum Umdenken zu zwingen.« Software sollte nicht nur eine Sache der IT-Abteilungen sein, sondern in Mitarbeitergremien und bis hinauf zur Geschäftsführung diskutiert werden. Bildschirmarbeiter können dazu mit den Richtlinien der VBG ihren Arbeitsplatz überprüfen, sie müssten sich über Software-Mängel auf jeden Fall bei ihren Chefs beschweren, und sie sollten an Schulungen teilnehmen, um mehr hilfreiche Funktionen ihrer Programme auszuloten. Und wenn alles nichts hilft: Ruhig den PC anschreien! Das baut Stress ab, davon ist Arbeitswissenschaftler Ludger Schmidt überzeugt. Ein bisschen Aggression darf schon sein, schließlich schadet Schimpfen den Rechnern überhaupt nicht.
Deutlicher kann man das heutige Verhältnis von Staat und Unternehmen nicht zeigen..
Computerspielen für die berufliche Weiterbildung? (erstmals Februar 02, 2004 gepostet)
Projektskizze zu kompetenzförderlichen und -hemmenden Faktoren in Computerspielen präsentiert vom JFF Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.
Untersuchungszeitraum war Juni/Juli 2004. Man kann also hoffentlich bald auf Ergebisse hoffen. Ich halte auf jeden Fall die Augen offen.


