Webbericht Gedankenfragmente eines fragmentierten Geistes

24Sep/041

US-Wahlcomputer

Oft habe ich Artkel zu den amerikanischen Wahlcomputern gelesen, aber dieses Zitat erlange besonders meine Aufmerksamkeit:

Die Zählmaschinen für die Präsidentschaftswahl in den USA sind leichter zu manipulieren als Limonadenautomaten.

Sollte die Sicherheit bei den elektronischen Wahlen wirklich so schlecht sein ..?

Wenn man das hier liest, wundert man sich allerdings nicht mehr darüber:

Jeder Bundesstaat, oft sogar jeder Wahlbezirk entscheidet sich für eigene Methoden der Stimmenauszählung. Die Hersteller überwachen die Zuverlässigkeit ihrer Maschinen mehr oder weniger selbst, die Computerprogramme zur Steuerung der Automaten gelten als Geschäftsgeheimnis.

Das bringt natürlich verschiedene Gefahren mit sich, u.a. haben

Programmierer bei einer Herstellerfirma für Wahlmaschinen hätte leichtes Spiel, eine elektronische Hintertür einzubauen: ein tief im Betriebssystem verstecktes Manipulationsprogramm, das erst am Wahltag aktiv wird und in den Qualitätskontrollen zuvor nicht auffällt. Solche Hintertüren bestehen nur aus wenigen Programmzeilen und sind fast nicht aufzuspüren, auch wenn man gezielt danach sucht.

Ein Wahlfälscher, getarnt als Techniker, könnte bei einigen Modellen problemlos geänderte Wahldaten einspeisen oder gar mit wenigen Handgriffen ganze Datenmodule austauschen.

Solche Gefahren sind Stoff für Verschwörungstheoretiker, zu denen ich mich zählen würde, aber manchmal kann man doch ganz schön ins Grübeln kommen ..

Immerhin hat es in den vergangenen Jahren ein paar eigenartige Zwischenfälle mit Wahlmaschinen gegeben. 2002 verzeichneten die Wahlmaschinen der Firma ES&S bei einer Ausschusswahl im texanischen Scurry County gewaltige Gewinne für zwei republikanische Kandidaten — nach der Neuzählung jedoch ging der Gewinn an ihre demokratischen Widersacher. Bei den Gouverneurswahlen in Alabama verschwanden nach Informationen der Aktivistin Bev Harris 6300 Stimmen für den demokratischen Kandidaten, und »das entschied die Wahl«, so dass der Republikaner Bob Riley Gouverneur wurde. Bei der Wahl zum Bezirkschef im kalifornischen Riverside County legte plötzlich der republikanische Kandidat Bob Buster zu, nachdem zwei Mitarbeiter der Wahlmaschinenfirma mitten in der Nacht die Zählmaschinen »repariert« hatten. Verschiedene Bürgerrechtsgruppen haben mindestens 56 solcher Fälle dokumentiert, und Bev Harris will von den Entschuldigungen wie »defekte Chips« oder »fehlerhafte Speicherkarten« nichts wissen: Solche Dinge hätten »ganz andere Symptome. Sie funktionieren gar nicht, oder sie geben unsinnige Daten aus«.

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Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Tja, was soll man dazu schon sagen…wenn die Firma, die die Wahlcomputer gestellt hat,mit den Bushs bestens liiert ist, wenn z.B. in einem Wahlbezirk 4000 Stimmen für Bush und nur 500 für Kerry abgegeben wurden, bei nur 600 registrierten Wählern in diesem Bezirk, wenn die Wahlcomputer, wie ja bereits erwähnt, leichter als Limoautomaten zu knacken sind, frage ich mich ernsthaft, ob das, was da letzten Dienstag ablief,noch als Wahl bezeichnet werden kann…das grösste Problem dabei ist, dass man als Europäer wieder einmal absolut hilflos dagegen ist, ob man nun will oder nicht…


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