Internetarchiv als Beweismittel
Erstmalig wurde das 1996 von Brewster Kahle begonnen Internetarchiv vor einem US-Gericht als Beweismittel zugelassen. Und wieder ein Schritt hin zum Verschluss des Internets. Welche Firma läßt sich dann noch freiwillig in ein solches Archiv aufnehmen?
Texanisches Moorhuhn schießen
Der Texaner John Underwood plant eine Onlinedienst bei dem man via Internet ein Gewehr zur Jagd steuern kann. Wie genau er sich das vorstellt, kann man sich auf seiner Webseite Live Shot ansehen.
Ich kenne zwar Onlinelabore, wo man via Internet Versuche durchführen kann, aber so etwas ist mir wirklich noch nicht untergekommen. Abgesehen davon, dass ich die Jagd aus Vergnügungssucht nicht toleriere, baut eine solche Onlinejagd jede Tötungsbarriere ab und führt zu einer weiteren Abstumpfung. Der Sinn einer solchen Aktion wird mir ewig verschlossen bleiben!
Bloggen kann den Job kosten
Wow, wenn man so die Geschichte von Ellen Simonetti liest, dann kommt man doch schon ins Grübeln. Es ist zwar nachvollziehbar, dass man seinen Arbeitgeber nicht bewusst mit seiner privaten Homepage schaden darf, aber die bloße Tatsache, dass der Arbeitgeber zu erkennen ist und noch nicht einmal eine entsprechende Abmahnung kam, finde ich sehr schockierend.
Für alle die die Geschichte der bloggenden Ex-Stewardess nicht kennen, können sich hier informieren.
Monitore schädigen den Sehnerv
Diese These stellten zumindestens japanische Wissenschaftler auf. Nach statistischen Untersuchungen beträge für Kurzsichtige mit starke Computernutzung ein um 80% erhöhtes Risiko an Glaukom zu erkranken. Allerding relativieren die Wissenschaftler ihre eigene Aussage. Eins sollte aber zumindestens deutlich sein: Die Folgen von intensiver Computerarbeit sollten verstärkt untersucht werden.
Zustand der heutigen Medienlandschaft
"Brauchen wir Bilder, um zu weinen?" ist die bei Telepolis veröffentliche Einleitung zum Buch "Folter frei".
Es handelt sich nicht, wie der Titel vermuten läßt, um eine reine Abhandlung zum Thema Folter, sondern der Fall Abu Ghraib dient als Beispiel für die Ignoranz der Journalisten gegenüber Informationen und dem sogenannten "Hurra-Jorunalismus". Weiter wird deutlich, wie wenig Aussagekraft für die heutigen Medien der Text hat, so dass Nachrichten erst mit Bildern wirklich populär werden.
Der kurze Einblick vermittelt ein sehr interessantes Bild vom Buch, so dass es ganz oben auf meine Wunschliste rückt.
Die Angst was zu verpassen ..
Wer kennt Sie nicht, die permanente, nagende Angst irgend etwas zu verpassen. Ich muss gestehen, mir geht es jedesmal so und ich gehe regelrecht unter in meiner Informationsflut. Soviele Newsseiten, die man lesen möchte, soviele Blogs die verfolgt werden wollen..
Boris Groys spricht mir in einem Interviewausschnitt aus der Seele:
Virtuelle Beziehungen
Überrascht musste ich feststellen, dass es zu diesem spannenden Thema einen Artikel von Marcus Hammerschmitt bei Heise gibt:
Virtuelle Beziehungen - existenzielle Entfremdungserfahrung oder neue Qualität des Begehrens?
Bedauerlicherweise überwiegen die Phrasen in diesem Artikel, aber als Einstieg und Denkanstoss in Richtung dieser Thematik ist der Text sehr gut geeignet.
Kybernetische Schnittstellen
Ein Traum eines jeden Cyberpunkfans und der Horror der Bioethiker: Kybernetische Schnittstellen im Gehirn.
Besonders reißerisch war der Artikel über das Rattenhirn, dass einen Kampfjet steuert. Ästhetischer dagegen war der malende Goldfisch. Wirklich interessant finde ich allerdings die direkte Schnittstelle zwischen menschlichen Gehirn und einem Computersystem. Über einen solchen Fall hat Spiegel Online berichtet:
Ein querschnittgelähmter Mann kann allein mit seinen Gedanken Computer und Fernseher steuern. Mediziner hatten ihm einen Chip eingepflanzt, der Signale aus dem Gehirn an einen Computer schickt.
Leider wird für diese Verbindung ein ganzer Hardwarefuhrpark benötigt, der dann auch noch nicht im Stande ist akkurat und schnell die Signale zu verarbeiten. Es handelt sich zwar um einer versive Methode, aber gerade das gibt den Cyberpunkflair. Beobachten wir also weiter, wie die Technik voranschreitet..
Förmlich nackt vor der Sicherheitskontrolle
Das könnte dank neuer Sicherheitsscanner bald Realität auf englischen Flughäfen sein.
Die Maschine benutzt niedrig dosierte Röntgenstrahlung, um durch Kleidung hindurch zu blicken und erstellt ein detailliertes, anatomisches Schwarz-Weiß-Bild der Person.
Es würde mich in diesem Zusammenhang doch sehr interessieren, inwiefern niedrig sich in quantitativen Daten ausgedrückt ist. Nicht nur die Strahlenbelastung macht mir Sorgen, sondern auch der extreme Eingriff in die Privatsspähre, aber wie das folgende Zitat deutlich macht, hat der 11.09 den Weg für solche Technologien geebnet:
"Es stört mich nicht, wenn die Bilder etwas persönlicher sind, solange ich sicher bin beim Fliegen."
Meiner Meinung nach ein ganz gefährlicher Trend, dass die Menschen immer mehr Intimssphäre und Freiheit für eine vermeintliche Sicherheit aufgeben.
US Wahldebakel
Kommt uns die Situation nach den US Wahlen nicht sehr bekannt vor? Genau wie vor vier Jahren sind viele Gerüchte bezüglich diverser "Nachlässigkeiten" im Umlauf.
Eine Satire schien das Debakel prognostiziert zu haben. Da sieht man wieder wie berechenbar manche Dinge sind. Und wenn man die Berichte zu den Wahlautomaten gelesen hat, dann erscheinen viele Dinge nicht mehr wunderlich.
Wir können gespannt sein, wie sich das Thema weiterentwickelt..


