Überlegungen zu meiner Diplomarbeit II – welcome to the real world

Nachdem deutlich wurde, dass das zu evaluierende Produkt nicht zu Beginn der Pilotphase fertig wird, musste ich mich allmählich von der Idee einer schönen Mehrwertsanalyse verabschieden. Nach Diskussionen mit verschiedenen Personen, bin ich zu der Entscheidung gekommen eine Akzeptanzanalyse zu starten. Die Frage, ob die Studierenden und Dozenten das Produkt nutzen und welche Faktoren dafür verantwortlich sind. Allerdings ist es nicht ganz einfach die alte Begeisterung wiederzufinden, da ich nicht wirklich großartige Ergebnisse erwarte und mich von meinem liebgewonnen Experimentaldesign lösen mußte. Überhaupt fiel mir die Lösung vom experimentellen Versuchsdesign schwer. Statt theoriegetrieben, muss ich nun hypothesengenerierend vorgehen. Tortz allem denke ich aber, dass dieser Weg noch der Beste ist, da auf dieser Weise min Auftraggeber brauchbare Ergebnisse erhalten kann und die bisher investierte Zeit völlig nutzlos ist.

Die bisher mangelnde theoretische Unterfütterung besorgt mich weiterhin, auch wenn ich aufbauende Kommentare wie “Welcome to the real world” erhalte. Diese Arbeit vermittelt mehr Einsichten in die praktische Tätigkeit und die Tücken der Projektplanung, als über Forschungsmethoden *seufz*. Jetzt geht es an die Konstruktion eines Onlinefragebogens, der sich primär auf das Produkt und die Aufnahme dessen bezieht und die Konstruktion eines Papierfragebogens, der von allen ausgefüllt wird. Mit dem Papierfragebogen möchte ich Dinge wie allgemeine Einstellung zu E-Learning und Kentextfaktoren abfragen. Leider habe ich noch nicht den wirklichen Bogen zu der psychologischen Fragestellung gefunden, die ich für die Annahme meiner Diplomarbeit benötige.. Auch die wissenschaftliche Relevanz macht mir Sorgen. Zwar soll eine Diplomarbeit nur zeigen, dass man wissenschaftlich arbeiten kann, aber momentan kann ich nur kurzfristig entscheiden und werde von Terminen vorangetrieben, so dass keine Zeit für theoretisch fundierte Entscheidungen ist. Daher besteht immer die Angst, dass nichts Verwertbares aus der Untersuchung herauskommt und die ganze Zeit verloren ist.

Aktuell treibt mich die Suche nach einem guten Skript zur Generierung von Onlinefragebögen in den Wahnsinn. Aber dazu an einer anderen Stelle mal mehr, aber entweder sind die Skripte nicht ausreichend oder auf die eine oder andere Art buggy. Gibt es denn keine vernünftige Übersicht der Tools?

Ich werde dann mal weitersuchen und wenn die Fragebögen fertig sind, habe ich endlich Zeit an der Theorie zu arbeiten. Sollten meine Ergebnisse nicht ausreichend sein, werde ich einfach zusehen, dass Datenmaterial aus anderen Quellen erhalte. Zumindest halte ich nicht viel davon bei dem Ziel einer Akzeptanzbefragung durchzuführen, Druck auf die Teilnehmer auszuüben, wie es mir von mehreren Stellen empfohlen wurde.

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