Webbericht Gedankenfragmente eines fragmentierten Geistes

2Mrz/110

Büroessenskultur

Im Büro kann man immer wieder verschiedene interessante Phänomene bei sozialen Gruppen beobachten. Da ich aktuell zwischen diversen Teams wechselte und diese Teams sich wiederum öfters in der Zusammensetzung änderten, konnte ich eine banale, aber interessante Sache beobachten:

Die Wahl, wo zu Mittag gegeesen wird, hängt ungemein von der Gruppenzusammensetzung ab.

Da alle Teams/Gruppen in einem Gebäude sind, ist die Auswahlmglichkeit für alle Teams/Gruppen gleich (abhängig von den Ortskenntnissen), trotzdem ist zu beobachten, dass jede Gruppe unterschiedliche Präferenzen hat.

Beispiele:

  • Gruppe A geht mit Vorliebe in die Kantine
  • Gruppe B stößt zu Gruppe A und beide gehen häufiger zum Balkangrill
  • Gruppe C holt sich regelmäßig Döner
  • etc.

Interessant ist auch, dass in den verschiedenen Gruppen Subgruppen inkludiert sind, die wiederum für sich genommen andere Präferenzen haben.

Kurzum: Eigentlich könnte man hierzu spannende sozialpsychologische Untersuchen zu machen ;) oder gibt es die schon etwas..?

22Feb/110

Neurodoping via orale Nikotinapplikation

Beim Lesen eines Artikels in “Gehirn und Geist” (Wege aus der Sucht) kam mir der Gedanke, wieso man Nikotin nicht als reguläres Neurodoping verwendet. Die karzinogene Wirkung einer Zigarette kommt primär durch die Tabakverbrennung. Nikotin allein hat folgende Eigenschaften:

Nikotin wirkt stimulierend auf nikotinische Acetylcholinrezeptoren. Dieser Rezeptortyp befindet sich in parasympathischen Ganglien, sympathischen Ganglien, im Nebennierenmark, Zentralnervensystem und an den motorischen Endplatten. In kleinen Konzentrationen hat Nikotin einen stimulierenden Effekt. Nachdem es in den Blutkreislauf gelangt, fördert es die Ausschüttung des Hormons Adrenalin sowie der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Nikotin beschleunigt den Herzschlag und bewirkt eine Verengung v. a. der peripheren Blutgefäße; dadurch kommt es zu Blutdrucksteigerung, zu einer Abnahme des Hautwiderstandes - also zu leichtem Schwitzen - und einem Absinken der Hauttemperatur. Zu den zentralen Effekten gehören vor allem die Steigerung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit sowie der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen. Diese Steigerung ist allerdings nur von kurzer Dauer. Durch die Nikotinzufuhr verringert sich der Appetit. Es kommt zu einer Steigerung der Magensaftproduktion und zu einer erhöhten Darmtätigkeit. Außerdem ist auch eine antidiuretische Wirkung des Nikotin bekannt. Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Ängstlichkeit können bis zu 72 Stunden andauern.

Quelle: Wikipedia

Zwar ist Nikotin Suchterzeugend, aber es gibt ja immer einen Preis ;) Wenn Zigaretten legal sind, die im Grunde gefährlicher sind, wieso kann man sich dann keinen Nikotinsprüher für private Zwecke kaufen, um so seine Konzentration gezielt zu steuern..?

6Feb/110

Werkzeuge

Schreiben als Kulturwerkzeug. Schreiben als Hilfsmittel zur Strukturierung der Gedanken.

Heute beim Cardiotraining las ich Murakamis “Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede” (Süddeutsche dazu). Ich kam dadurch ins grübeln was mich das Laufen und den Sport betrifft. Erst ging es in meiner inneren Auseinandersetzung darum, wieso es mir so schwer fällt wirklich lange Strecken mit einer ansprechenden Geschwindigkeit zu laufen. Aber diese wandelte sich eher zu einem allgemeinen Thema, dass sich auf viele Themengebiete ausweiten läßt. Wieso mache ich Sport? Wieso blogge bzw. nicht blogge ich? Wieso lese ich jenes und wieso tue ich dieses? Diese Auseinandersetzung hat noch kein Ende gefunden und es gab noch keine wirklichen Antworten, aber ich kam zumindestens zu der Einsicht, dass mich sehr stark Pflichtgefühl antreibt. Bei fast allem was ich tue, ist dies der stärkste treibende Faktor. Dazu gesellen sich Ehrgeiz und Geltungssucht. Diese Dreifaltikeit wird von Freude begleitet, die aber so manches mal unter ihnen leidet.

So kommt es wohl auch, dass ich so lange nicht bloggte. Es macht mir Spaß, aber das unterschwellige Gefühl etwas schreiben zu “müssen” machte jede Freude zu nichte. Verbessert wurde nicht unbedingt dieser Umstand dadurch, dass ein Teil von mir gerne etwas werttragendes schaffen würde. Dabei vergas ich aber vollkommen, dass die einzige Person, die aus diesem Blog - und allen anderen Dingen (okay, vollkommen verallgemeinern kann man das nicht, aber an den Feinheiten arbeite ich noch) die ich tue – Befriedigung ziehen muss, ich in erster Stelle bin.

Somit versuche ich mich wieder auf die basalen Dinge zu besinnen, zwar die Dreifaltigkeit (Pflichtgefühl, Ehrgeiz und Geltungssucht) zu ehren, aber die Freude an den Dingen in den Fokus zu rücken. Ich bin kein Literat, habe nicht wirklich was zu sagen und somt wird dieser Blog nur für mich sein. Genießt es oder lasst es. Für mich wird er primär ein Werkzeug sein, um so manche Gedanken zu strukturieren. Ein Werkzeug von vielen, das nur genutzt wird, wenn es gebraucht wird..

6Feb/110

Werkzeuge

Schreiben als Kulturwerkzeug. Schreiben als Hilfsmittel zur Strukturierung der Gedanken.

Heute beim Cardiotraining las ich Murakamis “Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede” (Süddeutsche dazu). Ich kam dadurch ins grübeln was mich das Laufen und den Sport betrifft. Erst ging es in meiner inneren Auseinandersetzung darum, wieso es mir so schwer fällt wirklich lange Strecken mit einer ansprechenden Geschwindigkeit zu laufen. Aber diese wandelte sich eher zu einem allgemeinen Thema, dass sich auf viele Themengebiete ausweiten läßt. Wieso mache ich Sport? Wieso blogge bzw. nicht blogge ich? Wieso lese ich jenes und wieso tue ich dieses? Diese Auseinandersetzung hat noch kein Ende gefunden und es gab noch keine wirklichen Antworten, aber ich kam zumindestens zu der Einsicht, dass mich sehr stark Pflichtgefühl antreibt. Bei fast allem was ich tue, ist dies der stärkste treibende Faktor. Dazu gesellen sich Ehrgeiz und Geltungssucht. Diese Dreifaltikeit wird von Freude begleitet, die aber so manches mal unter ihnen leidet.

So kommt es wohl auch, dass ich so lange nicht bloggte. Es macht mir Spaß, aber das unterschwellige Gefühl etwas schreiben zu “müssen” machte jede Freude zu nichte. Verbessert wurde nicht unbedingt dieser Umstand dadurch, dass ein Teil von mir gerne etwas werttragendes schaffen würde. Dabei vergas ich aber vollkommen, dass die einzige Person, die aus diesem Blog - und allen anderen Dingen (okay, vollkommen verallgemeinern kann man das nicht, aber an den Feinheiten arbeite ich noch) die ich tue – Befriedigung ziehen muss, ich in erster Stelle bin.

Somit versuche ich mich wieder auf die basalen Dinge zu besinnen, zwar die Dreifaltigkeit (Pflichtgefühl, Ehrgeiz und Geltungssucht) zu ehren, aber die Freude an den Dingen in den Fokus zu rücken. Ich bin kein Literat, habe nicht wirklich was zu sagen und somt wird dieser Blog nur für mich sein. Genießt es oder lasst es. Für mich wird er primär ein Werkzeug sein, um so manche Gedanken zu strukturieren. Ein Werkzeug von vielen, das nur genutzt wird, wenn es gebraucht wird..

26Aug/100

Warum kommt hier eigentlich so wenig Sinnvolles bei rum?

Nun habe ich technisch diese Blog wiederbelebt und auch aus technischer Sicht vieles für mich vereinfacht, indem ich zum Standard zurück bin und alle Anpassungen reduziert habe. Diese Bemühungen werde ich ggf. weiter verstärken.

Trotzdem schaffe ich es selten die Dinge, die ich eigentlich bloggen will auch zu bloggen. Auch wenn es eher selten so erscheint, so möchte ich oft fachliche Gedanken laut mit mir und ggf. anderen diskutieren. Ich stelle aber immer wieder fest, dass ich dafür zumeist eine gewisse Ruhe und Zeit benötige. Darüber hinaus sind viele Themen, die mich beschäftigen doch stark thematisch an meiner Arbeit orientiert. Da ich auf keinen Fall Interna kundtun will (ich würde mich sowohl aus Loyalität als auch aufgrund der gesetzlichen Zwänge  davor hüten) bin ich eher zurückhaltend.

Somit werde ich wohl weiter in der Rolle des überlasteten Lurkers bleiben ;) Mein Respekt an alle, die es schaffen einen anspruchsvollen Job zu machen und gleichzeitig so gute Artikel zu schreiben und damit gleichzeitig sich eine gute Onlinereputation zu erarbeiten!

Und da ich nie weiß was die Zukunft bringt.. sollten wir mal weiter schauen.

8Jun/090

Schweigezeit

Ja ja, wie befürchtet sorgt Twitter dafür, dass hier extreme tote Hose ist. Alle kurzen Gedankenblitze und Webtipps sind dorthin ausgelagert worden. Die akuelle zeitraubende Arbeitsphase trägt ihren Rest dazu. Aber vergesst niemals:

That is not dead which can eternal lie.

9Jan/090

Ein bisschen Dankbarkeit als Schlüssel zum positiven Denken

Es mag abgedroschen klingen, aber ein wenig Dankbarkeit für die einfachen und positiven Dinge im Leben, verbessern ungemein die allgemeine Stimmung und schaffen eine positive Grundstimmung.

Empirische Belege dazu listet der PsyBlog auf im Beitrag "Better Mood from Gratitude: 2 Minute Exercise - Start Now!".

Selber hab ich diese Erfahrung vor zwei Jahren gemacht. Ich habe mir anstatt sorgenvolle Gedanken zum nächsten Tag, im Bett darüber Gedanken gemacht, was speziell an diesem Tag gut lief und womit ich zufrieden bin. Das Resultat ist, dass ich allgemein deutlich positiver gestimmt bin und an Dinge auch mit einer positiven Grundhaltung herangehe. Natürlich immer nur im Vergleich zu vorher. Im Herzen bleibe ich der alte Stinkstiefel ;)

3Jan/090

Jahresrückblick 2008

Mittlerweile haben wir in den Medien die Jahresrückblicke über uns ergehen lassen, die Feiertage sind vorbei und es kehrt Ruhe ein. Genau der richtige Zeitpunkt für meinen persönlichen Jahresrückblick 2008!

veröffentlicht unter: Gedankenfragmente weiterlesen
5Dez/080

Ich bin ein Rotzblogger!

Oh je, irgendwie fühle ich mich hier angesprochen .. *hust*

Rotzblogging ist ziemlich einfach zu erkennen, denn Rotzblogger legen im Wesentlichen Wert darauf, irgendwas zu schreiben, um überhaupt etwas zu schreiben. Dabei spielt der sprachliche und - schlimmer noch - der gedankliche Rahmen in den allerseltensten Fällen eine Rolle. Rotzblogger scheren sich nicht um einen logischen formalen und inhaltlichen Aufbau ihrer Texte. Sie haben zumeist im Vorhinein nicht einmal vor Augen, welche Aussage denn letztlich den Beitrag schmücken, sprich, was der Sinn der Schreiberei sein soll. Rotzblogger rotzen Beiträge hin und verstopfen auf diese Weise das Internet als sinnvollen Informationskanal.

Dieter Petereit bemängelt die Masse der kurzen und unreflektierten Blogbeiträge, die regelrecht "dahin gerotzt" wirken. Bedauerlicherweise betrifft diese Kritik die Masse meiner Beiträge ebenfalls. Ich denke es ist teilweise eine Frage dessen, was man unter Blogging versteht. Da ich nicht wirklich zu den Alt-Bloggern gehöre und tendenziell eher ein Lurker bin, habe ich da vielleicht eine andere Sichtweise. Vielelicht eine etwas zu technische, die Blogging darauf reduziert, dass eine Autorin, ein Autor Beiträge in einer chronologischen Reihenfolge mittels eines CMS puliziert, an denen sich andere aktiv mittels Kommentar beteiligen können.

So dient bei mir der Webbericht auf der einen Seite dazu für mich und andere (primär Leute aus meinem Umfeld)Fundstücke aus dem Netz zu archivieren und auf der anderen meine Gedanken zu sortieren oder einfach als Ventil für gewisse Dinge, wie z.B. meine Problematik mit Arcor. Daher bin ich gerade im Bezug auf die Fundstücke bestrebt wirklich nur das Nötigste niederzuschreiben und relativ zeitnah zu publizieren. Vielleicht mag das dahin gerotzt sein .. dann ist es eben so und ich stehe dazu.

Dieter Petereit weist übrigens auf das Slow Blog Manifesto hin. Ich werde die Tage mal reinschauen und wer weiß, vielleicht ändert es doch etwas an meinem Blogging-Stil ;)

21Nov/080

Wann beginnt und endet die Arbeitszeit?

Wann genau beginnt die Arbeitszeit? Wenn der Angestellte den Power-Knopf des Rechners drückt oder wenn der Rechner betriebsbereit ist? In den USA wird diese Frage wohl vor Gericht geklärt werden müssen.

Eine nicht ganz fremde Diskussion. Ich glaube seitdem es stundenbasierte Bezahlungen gibt, gibt es Diskussionen in dieser Form. Erst letztens hab ich einen Beitrag in Zeit Online zu den heimlichen Überstunden gelesen. Es mag manchmal auf den ersten Blick trivial erscheinen, wenn man sich über solche Dinge streitet, aber man sollte bedenken, dass 15 Minuten zu Arbeitsbeginn und - ende bereits 30 Minuten am Tag und 2,5 Stunden in der Woche und wiederum 10 Stunden im Monat ausmachen.. Und wenn dann noch um diese 10 Minuten und jene 5 Minuten gestritten werden, dann geht es doch um relevante Beträge.

Im Grunde finde ich es nur traurig, dass es kaum noch ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gibt. Arbeitnehmer interessieren sich kaum noch für den Unternehmenserfolg und Arbeitgeber sehen zu, wie sie den maximalen Output aus den Arbeitnehmern unter einer minimierten Budgetaufwendung herausbekommen.Wieviel einfacher wäre ein gegenseitiger Respekt und eine gewisse Vertrauensbasis? Davon hätten alle Seiten etwas. Für mich sind dies jedenfalls wichtige Kriterien bei der Wahl von Arbeitgebern.

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